Einmal Kongo und zurück

Pater Manfred erzählt in den 7. Klassen der Realschule Vilsbiburg Interessantes über Afrika

Fünf Jahre lang lebte Pater Manfred Oßner im tropischen Regenwald und lernte das ganz andere Leben in der Demokratischen Republik Kongo kennen. Diese Erfahrungen gab er vergangene Woche den Schülerinnen und Schülern der siebten Klassen der Realschule weiter. Anschauliche Bilder zeigten, wie man dort Häuser aus Ästen, Lehm und Palmblättern baut oder wie der Schulalltag der kongolesischen Kinder aussieht. Baumstämme bilden die Sitzbänke, Papier und Stifte sind Mangelware. Der ein oder andere alte Computer steht meist nur den Erwachsenen zur Verfügung. Deshalb sind die Schulstunden erheblich lauter als unsere, da viel durch Nachsprechen und Wiederholen erlernt wird. Während des Vortrags konnten die Schüler auch einen kleinen Sprachkurs absolvieren. Viele laute „Mbote“- Rufe (Hallo) erfüllten dabei den Raum.

Außerdem beschrieb Pater Manfred die verschiedenen Früchte und auch weitere Nahrungsmittel, wie bunte Raupen oder Affenköpfe, was bei den Schülern eher auf Entsetzen stieß. Auch dass die Kommunikation immer noch mithilfe von Buschtrommeln stattfindet und Smartphones nicht zur Ausrüstung eines normalen Teenagers gehören, war für den ein oder anderen kaum vorstellbar. Zudem erläuterte Pater Manfred, dass die mangelhafte medizinische Versorgung und vor allem die Angst vor den Geistern der Verstorbenen immer noch ein großes Problem seien. Zauberer versuchen mithilfe von Beschwörungen oder magischen Ritualen die Krankheiten zu kurieren. Die westliche Medizin wird von vielen Kongolesen nicht genutzt, da eine Behandlung für sie zu teuer ist. Eine Blinddarmoperation kostet ca. 50 € und ist für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich. Die Missionsstation finanziert diese Eingriffe über Spenden. Deshalb sei an dieser Stelle den Eltern, Schülern und Lehrern gedankt, durch deren Großzügigkeit 1000 € gesammelt werden konnten, die für die medizinische Versorgung und Material für die „Urwaldschule“ verwendet werden.

Am Schluss der zwei Schulstunden blieb kaum noch Zeit für Fragen, doch alle waren sich einig, dass jeder viele interessante Eindrücke mit nach Hause nehmen konnte.

 Julia Schreiegg

 

 

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