Gegenbesuch aus Frankreich

Austauschschüler bringen französisches Flair nach Vilsbiburg

 

 

La France en Allemagne

Von Sonntag, den 28.04., bis Freitag, den 03.05.2019, waren die französischen Austauschschüler vom Collège Arthur Rimbaud in Saint-Julien-en-Genevois zu Gast an unserer Schule. Dabei konnten sie viele Einblicke in die bayerische Kultur und Lebensweise erlangen.

Gespannt und freudig warteten am Sonntagabend die deutschen Schüler, deren Eltern und die beiden Französischlehrkräfte Frau Tillack und Frau Weichselgartner auf die Ankunft ihrer Austauschpartner, die sie bereits von dem Besuch in Saint-Julien im Januar kannten. Sobald sich alle wiedergefunden hatten, verließen die Familien die Schule, um das Wiedersehen gemeinsam zu Hause zu feiern.

Am Montag besuchte die deutsch-französische Schülergruppe schließlich die Landeshauptstadt München. Vormittags erkundeten wir zunächst einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: vom Odeonsplatz über die Frauenkirche bis zu den Surfern auf der Eisbachwelle. Trotz Nieselregens bekamen unsere Gäste so einen Einblick in die Schönheit der Stadt. Nachmittags machten wir eine Führung in der Allianz-Arena, worauf alle sehnsüchtig gewartet hatten.

Erschöpft aber zufrieden kamen wir abends zurück, die Kinder verbrachten den weiteren Abend in den Familien.

Am Dienstag hatten die deutschen Schüler vormittags regulär Unterricht. Auch die Franzosen hatten die Gelegenheit, in den Unterricht zu schnuppern, da sie die ersten drei Schulstunden in Kleingruppen verschiedenen Klassen zugeteilt waren. So konnten sie einen Einblick in Religion, Deutsch, Mathematik aber auch Musik erlangen und waren durchaus erstaunt darüber, wie unterschiedlich die Schulsysteme doch sind. Nach der Pause erwartete die französischen Schüler ein Projekt zu Bayern, das die Deutschen im Vorfeld mit viel Aufwand und Liebe zum Detail vorbereitet hatten. Im Französischunterricht hatten sie Videos zu Themen wie z.B. deutsche und französische Clichés, Mode in Bayern, Musik, bayerische Traditionen, Dialekt etc. auf französischer Sprache erstellt und Aufgabenstellungen für die Austauschpartner entwickelt. Auf diese Weise konnten die Franzosen auf abwechslungsreiche Art und Weise viel über Bayern lernen, das Schulgebäude mit Hilfe einer Rallye erkunden, am Ende wurde sogar gemeinsam Schuhplattler getanzt. Nach dem Essen in der Schulkantine, natürlich gab es bayerische Spezialitäten, nämlich Kaiserschmarren und Schnitzel, besuchten wir Regensburg, eine Stadt, die zum Weltkulturerbe zählt. Bei wunderbarem Wetter spazierten wir durch die engen Gassen, überquerten die Steinerne Brücke, erblickten Reste der alten Stadtmauer und konnten schließlich den gotischen Dom mit seinen beeindruckenden bunten Fenstern auch von innen bestaunen.

Nach einem langen und ereignisreichen Tag freuten sich alle darauf, am nächsten Tag ausschlafen zu können. Den Feiertag verbrachten die französischen Schüler in ihren Familien, die meisten nutzten ihn, um beim Maibaumaufstellen zuzusehen, Landshut zu besichtigen und die Dult unsicher zu machen.

Am Donnerstag starteten wir bei strahlendem Sonnenschein in der Früh nach Prien, wo wir das Schiff auf die Herreninsel nahmen, um das Schloss zu besichtigen. Mit einer deutschen und einer französischen Führung erkundeten wir die reich verzierten Räume, die Schüler waren von dem Reichtum regelrecht erschlagen und begeistert zur gleichen Zeit. Da das Schloss dem in Versailles nachempfunden ist, war es für unsere Schüler natürlich von besonderer Bedeutung. Die französischen Schüler waren häufig schon dort und konnten vergleichen, die deutschen werden nächstes Jahr im Zuge der Abschlussfahrt die Gelegenheit dazu haben. Nach einem Picknick in der Sonne fuhren wir wieder aufs Festland, wo die Schüler ihren Mut in einem Kletterpark unter Beweis stellen konnten. Bei manchen Austauschpaaren wurden dadurch die geknüpften Bande noch verstärkt, wenn sie sich gegenseitig halfen und unterstützten. Tapfer hatten sich alle Schüler in die luftigen Höhen getraut, sodass sie auf ihre Leistung wirklich stolz sein können. Auf der Heimfahrt fielen dem ein oder anderen dann auch vor Erschöpfung die Augen zu. Die Kinder verbrachten ihren letzten gemeinsamen Abend in den Familien.

Wie immer kommt der Abreisetag und somit der Abschied viel zu schnell. Freitagfrüh fielen sich dann alle in die Arme und sagten „Au revoir“. Als der Bus mit den französischen Schülern abfuhr, winkten wir ihnen noch lange hinterher. Am Ende zeigte sich: Freundschaften sind entstanden, anfängliche Berührungsängste und Sprachbarrieren wurden überwunden und diese internationale Begegnung wird den Schülern sicherlich in Erinnerung bleiben, auf welche Art und Weise auch immer.

Tillack

 

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